TPU – Was steckt hinter dem Material?

Der heutige Blogbeitrag wird etwas anders als gewohnt. Es geht nicht etwa um ein neues Mobiltelefon oder um eine Handyhülle dafür, sondern das Thema ist das Material, aus dem sehr viele Cases gemacht werden. Dieses ist unter dem Begriff TPU (Thermoplastisches Polyurethan) bekannt. Was die Eigenschaften dieses Materials sind, wieso es sich für die Mobiltelefonbranche so sehr eignet und in welchen anderen Bereichen es verwendet wird erfährst du in diesem Artikel.

Was ist TPU?

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So sieht TPU vor der Verarbeitung aus

Kurz gesagt, TPU ist eine Art Kunststoff. Die Besonderheit dieses Kunststoffs ist, dass er sich ab einer gewissen Temperatur verformen lässt. Sobald er wieder gekühlt wurde, ist er wieder hart und kann nicht mehr verbogen werden. Das ist untypisch, da die Struktur der meisten Kunststoffe zerstört wird, sollte man sie verformen. Daher wird bei TPU ein thermoplastisches Material eingebunden, welches dem Ganzen gummiartige Eigenschaften verleiht. Dadurch können sie, wie erwähnt, ab einer gewissen Temperatur problemlos verformt werden, um die idealen Masse für beispielsweise Smartphone Schutzhüllen einzunehmen.

Warum wird TPU für Handyhüllen verwendet?

Genau dank dieser Eigenschaft ist das Material so beliebt. Da es jede erdenkliche Form annehmen kann, besteht die Möglichkeit, Cases für Endgeräte zu erstellen. Weil es sich bei Raumtemperatur nicht mehr verformt und hauteng am Gerät anliegt bildet es einen perfekten Schutz. Durch das Ausschneiden von Öffnungen an allen Anschlüssen und Knöpfen des Mobilgeräts, sind diese auch bei montierter Hülle problemlos und einfach zugänglich. Gute Beispiele dafür sind etwa die Urbanite Serie von Ballistic oder die TPU Silicon Cases von Cyoo.

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Die Ballistic Urbanite Hülle für das Apple iPhone 6

Natürlich wird der Kunststoff nicht nur für solche schlichten und einfachen Hüllen verwendet, sondern auch für die meisten Flip- und Bookcases. Diese sind zwar aussen oft mit Echtleder oder ähnlichem Material verkleidet, im Inneren hält aber meistens eine TPU Hülle das Smartphone an seinem Platz und das Leder ist bloss daran befestigt – ein bewährtes System.

Andere Verwendungszwecke für TPU

Am meisten wird das Material nicht in der Handybranche verwendet, sondern viel mehr im Automobilwesen und bei Haushaltsprodukte. Durch seine praktische Verformbarkeit, aber die dennoch sehr verlässliche Härte in kalter Form ist es sehr vielfältig anwendbar. Auch im Gesundheitswesen bestehen viele verwendete Teile aus Thermoplastisches Polyurethan.

Ein grosser Pluspunkt ist die Wiederverwertbarkeit von TPU. Ist ein Produkt veraltet oder wird sonst aus irgendeinem Grund nicht mehr gebraucht, kann es einfach beispielsweise zu einer neuen Handyhülle umgeformt werden und hinterlässt nicht einen Berg an Abfall.

Nachteile von TPU

Der wohl logischste Minuspunkt des Materials ist die Temperaturempfindlichkeit. Es kann nicht in heissen Umgebungen verwendet werden, da es sich sonst verformen und seinen Zweck verlieren würde. Ausserdem ist es ein Kunststoff, der, obwohl er sehr hart und zuverlässig ist, dennoch nicht an Metall herankommt. Metall ist nicht nur härter, sondern auch edler, hochwertiger und natürlich kostenintensiver. Für Smartphone Cases, allerdings, ist TPU viel geeigneter als die meisten Metalle.

Fazit

Betrachtet man alle Punkte, ist die Beliebtheit von TPU bei der Herstellung von Schutzhüllen nicht überraschend. Das Verfahren um die Hüllen zu formen ist vergleichsweise einfach und kostensparend und auch das Material selber ist nicht besonders teuer. Da sie oben genannten Nachteile auch kaum auf die Mobiltelefonbranche zutreffen spricht wirklich nichts dagegen. Mach dir doch mal selber ein Bild, wie gross die Auswahl an Smartphonehüllen ist, egal ob aus TPU oder anderen Materialien. Auf yourmobile.ch erwartet dich eine grosse Auswahl aus einem breiten Sortiment.

 

Quellen:

Wikipediaartikel über Polyurethane

Wikipediaartikel über Elastomer

 

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