SmartThings – Ein Zuhause der Zukunft

In den letzten Jahren hat sich die Technik wahnsinnig schnell weiterentwickelt. Kombinationen aus PC und Fernseher, Tablets die fast schon so leistungsstark sind wie Laptops – es tut sich einiges in der Branche. Der Samsung co-CEO Boo-Keun Yoon hat kürzlich ein sehr interessantes Versprechen abgegeben. In spätestens 5 Jahren sollen alle Geräte des südkoreanischen Technikkonzerns Teil des SmartThings Hub sein. In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich auf SmartThings eingehen und erläutern, wie sich das Vorhaben des Unternehmens auf die breite Bevölkerung auswirken könnte.

Die Idee hinter SmartThings

Die SmartThings Hub verbindet sich automatisch mit allen erkennbaren Sensoren, Lampen, Thermostaten und anderen kompatiblen Geräten in deinem Zuhause. Diese Geräte interagieren miteinander um dir Sicherheit, Ruhe und unzählige neue Möglichkeiten zu bieten. Anzumerken ist, dass SmartThings nicht offiziell zu Samsung gehört sondern als eine unabhängige Tochterfirma fungiert.

Sicherheit

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Das sogenannte Energy Saver Kit

Um ein sicheres Wohnen zu gewährleisten, bietet SmartThings eine breite Palette an verschiedensten Sicherheitsprodukten. Dabei bedeutet sicher nicht nur einbruchssicher, sondern auch der Schutz vor anderen potentiellen Gefahren wie Feuer, Überhitzung oder Wassereindringung. Mit dem oben abgebildeten Energy Saver Kit lassen sich per Handyapp die Steckdosen kontrollieren. Dadurch kann einerseits Strom gespart werden, andererseits aber auch diverse Geräte per Knopfdruck ein- und ausgeschalten werden.

Das ist natürlich nur eine der vielen Funktionen von SmartThings. Im Angebot befinden sich ausserdem Feuchtigkeitssensoren, welche den Besitzer warnen, sollte etwa im Keller Wasser austreten. Natürlich gibt es auch einige Geräte, welche dein Zuhause vor Einbrechern schützen. Angefangen mit einfachen Fenstersensoren, welche dem SmartThings Hub mitteilen, ob das Fenster offen oder geschlossen ist. Ergänzend können auch Bewegungsmelder oder Sirenen eingebaut werden.

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Screenshots von der SmartThings App

Ruhe in deinen 4 Wänden

Mit SmartThings stellen sich nervige Fragen wie „Habe ich den Alarm aktiviert“ nach Verlassen des Hauses oder „Haben ich alle Lampen abgestellt“ beim Schlafen gehen nicht mehr. Das alles kann bequem mit dem Smartphone kontrolliert werden. Ebenfalls wird dir angezeigt, ob Fenster, Garagentür oder Haustür offen sind und du kannst dir sogar anzeigen lassen, ob gerade andere Familienmitglieder zu Hause sind oder nicht. Viele Familien fahren im Winter in die Schiferien und stellen in der Zwischenzeit die Heizung ab – mit SmartThings kann diese einen Tag vor der Heimkehr einfach wieder eingeschalten werden.

Jegliche Sorgen, die man als Hausbesitzer hat, können also vergessen werden.

Flexibilität in jeder Hinsicht

Es können allerdings nicht nur die bereits erwähnten Geräte mit der SmartThings hub verbunden werden, sondern auch einfache Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, die Waschmaschine oder der Trockner. Somit kannst du jeden Morgen zu einem frischen Kaffee aufwachen und musst nicht alle 5 Minuten in den Keller gehen um zu kontrollieren, ob die Wäsche fertig ist. Alles kann von deinem Smartphone aus geregelt werden. Lichtschalter werden überflüssig, da du deine SmartThings Hub damit beauftragen kannst, die Lichter automatisch aus und ein zu schalten wenn du den Raum wechselst. Sogar Hausschlüssel werden nicht mehr gebraucht, da sich dir Tür einfach per Knopfdruck entsperren lässt.

Ein lustiges kleines Extra ist beispielsweise, dass man sich anzeigen lassen kann, wenn seine Katze das Haus verlässt oder betritt. Die Möglichkeiten sind aber noch lange nicht ausgeschöpft. Es kommen laufend neue Produkte von SmartThings auf den Markt um dein alltägliches Leben zu vereinfachen.

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Die SmartThings Hub ist der Kopf des Systems, welcher alle Einstellungen speichert und die anderen Geräte steuert

Kritik am SmartThings System

All diese Vorteile scheinen wirklich nicht schlecht zu sein, jedoch ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt. Will man sein Haus wirklich mit vielen Extras ausrüsten, muss dafür wirklich sehr tief in die Tasche gegriffen werden. Ausserdem können nur bestimmte Geräte von er SmartThings Hub erkannt und kontrolliert werden. Zudem sind manche Sensoren, wie etwa die Bewegungsmelder relativ gross und sind daher leicht erkennbar. Trotz ihres an sich eleganten Designs können sie sich dennoch störend auf das Gesamtbild eines Zimmers auswirken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das ganze System über das Internet miteinander verbunden ist. Sollte dieses aus irgendeinem Grund ausfallen, funktioniert nichts mehr.

Fazit

SmartThings ist sicher eine grosse Versprechung für die Zukunft. Die Idee, ein intelligentes Haus zu programmieren, welches sich über ein zentrales Gerät, in diesem Fall über die SmartThings Hub, steuern lässt ist sehr innovativ. Momentan ist es aber für den durchschnittlichen Haushalt zu kostenintensiv, jedoch ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich das System durchgesetzt haben wird.

 

Quellen

Artikel über SmartThings

SmartThings Homepage

Artikel der NZZ

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