Samsung und BlackBerry – Eine Kooperation mit Zukunft?

Anfang Januar dieses Jahres wurde das Gerücht verbreitet, Samsung überlege, für umgerechnet circa 7,5 Milliarden Franken die Firma BlackBerry zu kaufen. Die Börse reagierte heftig auf diese Aussicht, so schnellte die BlackBerry Aktie um über 25% in die Höhe. Nun, ein paar Monate nach all dem, ist wieder Ruhe eingekehrt und der Aktienkurs wieder gesunken. Auch, weil diese Gerüchte von beiden Parteien als Falschmeldungen ohne Grundlage abgestempelt wurden. In Wahrheit sei Samsung auf eine Partnerschaft mit dem kanadischen Smartphonehersteller aus, nicht auf eine Übernahme. Doch wie soll diese Zusammenarbeit aussehen und was würde für beide Parteien dabei herausspringen? Auf diese beiden zentralen Fragen werde ich im heutigen Blogartikel eingehen.

Woher stammen die Gerüchte?

Die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte einen Artikel, der angab, eine anonyme Quelle habe Informationen über ein Treffen zwischen Funktionären der beiden Smartphoneproduzenten weitergegeben. Demnach plane Samsung, das kanadische Unternehmen für 7,5 Millionen Dollar zu übernehmen. Kurz darauf wurde diese Meldung dementiert. Ein Sprecher von BlackBerry gab zwar an, der Konzern habe in den letzten Monaten mehrere Angebote zur Übernahme erhalten, einige davon über der 7 Milliarden Dollar Grenze. Allerdings glaube man, mit der momentanen Strategie sei es möglich, den Wert des Unternehmens in den nächsten Jahren auf ein Vielfaches von diesem Betrag zu steigern. Tatsächlich hat BlackBerry kürzlich wieder gegenüber der Konkurrenz an Marktanteilen gewinnen können.

Für Samsung wäre eine Übernahme zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich ein voller Erfolg. Aufgrund der Sicherheit von BlackBerry Smartphones verwenden die meistens hochrangigen Politiker und  Unternehmer ein solches Gerät. Somit könnte Samsung seine Präsenz in einem Markt erhöhen, wo der Konzern mit seinen Produkten praktisch chancenlos zu sein wirkt.

Wie sieht die Zusammenarbeit aus?

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Samsung KNOX trennt Business (links) von Privatem (rechts)

Tatsächlich haben die beiden Smartphone Giganten Ende 2014 eine Zusammenarbeit beschlossen. Diese besteht darin, eine Hochsicherheitsfunktion für Android zu entwickeln, welche im Samsung KNOX System eingebaut werden. Samsung KNOX ist ein Sicherheitssystem, welches eine Lösung für Mobiltelefone bietet, welche sowohl privat als auch am Arbeitsplatz zu Einsatz kommen. Durch eine Art App kann der Benutzer zwischen dem Arbeitsmodus und dem privatem Modus wechseln. Somit sind die beruflichen Daten komplett von den privaten abgetrennt. Ende Oktober 2014 hat die NSA Samsung KNOX zur Verwendung für Regierungemitglieder freigegeben.

Das BES12 System von BlackBerry hat sehr ähnliche Funktionen. Es sichert auch geheime Daten, indem es Berufliches und Privates voneinander trennt. Von der neu entstandenen Zusammenarbeit profitieren beide Parteien. Zwar haben die Kanadier im Moment noch das etwas detailliertere Knowhow im Bereich Sicherheit, allerdings hat Samsung mehr Ressourcen für eine schnelle Verbesserung beider Systeme, auch ohne eine Fusion. Ein zentraler Punkt dabei ist, dass Samsung KNOX nun über den gleichen Server läuft wie BES12.

Vorteile für BlackBerry

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Das BlackBerry Passport mit dem BlackBerry 10 Betriebssystem ist mit BES12 eines der sichersten Smartphones auf dem Markt

Auch die Vorgängerversionen von BES12, namentlich BES100 und BES5, haben schon Erfolge gefeiert und wurden in Regierungen und hochrangigen Unternehmen verwendet. Durch die Zusammenarbeit mit Samsung ist BES12 nun noch zuverlässiger und benutzerfreundlicher. Zudem ist die Anwendung nun auch für Android Geräte verfügbar, was einen enormen Gewinn an potentiellen Kunden darstellt. In Kombination mit dem Blackberry 10 Betriebssystem sind die Handys des kanadischen Herstellers viel sicherer als diejenigen der gesamten Konkurrenz.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt ist die Reaktion der Börse auf die Zusammenarbeit. Kurz nach Veröffentlichung diese Ankündigung stieg der Wert einer BlackBerry Aktie um 7% auf den höchsten Wert seit Juni 2013 – ein wahrer Segen für den finanziell angeschlagenen Konzern.

Vorteile für Samsung

Wie schon erwähnt, verspricht sich Samsung durch diese Koalition besser im Bereich der Sicherheit abzuschneiden. Zu Recht, wie es scheint, denn Samsung KNOX hat schon Erfolge zu verzeichnen. Das System war schon vor der Zusammenarbeit mit BlackBerry sehr vielversprechend, doch nun kann das Unternehmen diesem den letzten Schliff verpassen, um die Android Geräte so sicher wie möglich zu machen. Auch für Samsung ist es ein Vorteil, dass BES12 nun auch für Android Geräte verfügbar ist, denn seine Kunden haben eine grössere Auswahl an Sicherheitssystemen.

Fazit

Die Zusammenarbeit ist ein sehr kluger Schachzug beider Unternehmen. Während Samsung eine ihrer grössten Schwächen eindämmen kann, profitiert BlackBerry von vielen zusätzlichen möglichen Kunden. Natürlich sind die beiden Sicherheitssysteme nicht für jedes Gerät verfügbar, sondern nur für neuere, welche auch gewisse Voraussetzungen erfüllen. Sowohl Samsung KNOX wie auch BES12 werden ständig verbessert, man darf also gespannt sein was den Entwicklern von Samsung und BlackBerry noch alles einfällt.

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Quellen:

Artikel von Reuters

Artikel zu der Zusammenarbeit zwischen Samsung und BlackBerry

Artikel von Spielel Online

Artikel von BlackBerry

Der Blog von Samsung KNOX

 

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