Die Situation von Samsung – Was sind die Aussichten für die Zukunft?

Was ursprünglich als kleinen Rückgang der Verkaufszahlen anfing ist inzwischen zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Seit über einem Jahr hat Samsung mit einem deutlichen Rückgang des Gewinns zu kämpfen. Für das vierte Quartal 2014 wurden die vorläufigen Zahlen veröffentlicht, welche einen Rückgang von 37% gegenüber dem Ende 2013 zeigen. Nach wie vor sind die Koreaner zwar noch der grösste Smartphonehersteller der Welt, allerdings machen aufstrebende kleinere Konzerne wie Xiaomi oder Huawei dem Giganten vor allem im Asiatischen Markt grosse Konkurrenz. In diesem Beitrag gehe ich auf die aktuelle Situation des Unternehmens und dessen Lösungsansätze ein.

Verkaufszahlen 2014

Die aktuellsten Verkaufszahlen vom Ende des vergangenen Jahres liegen noch nicht vor, darum nehme ich als Ausgangspunkt diejenigen des dritten Quartals. Dieses lief für Samsung extrem schlecht, da der Marktanteil des Konzerns von 32,1 auf 24,4 Prozent geradeso in sich zusammen fiel. Während Apple seine Präsenz um 0,6 auf 12,7 Prozent erhöhen konnte, machten vor allem Huawei (5,3%) und Xiaomi (5,2%) Boden gut. Ob und falls ja, wie stark sich diese Werte in den letzten 3 Monaten noch verändert haben, wird sich zeigen.

Dass Samsung sich bewusst ist, Änderungen vornehmen zu müssen, zeigte sich unter anderem mit der Ankündigung, im Jahr 2015 nicht mehr so viele verschiedene Produkte auf den Markt zu bringen, dafür aber für jedes einzelne Gerät mehr Zeit zu investieren. Diese Ankündigung stösst auf vorwiegend positive Kritik, zumal schon länger kritisiert wurde, dass die Koreaner den Markt mit einer grossen Zahl fast identischer Produkte überfluten würden. Ob Samsung diese Aussage aber auch wirklich ernst meint bleibt abzuwarten, schliesslich erscheinen bereits dienen Monat mit der neuen Samsung Galaxy A Reihe drei neue Telefone. Ausserdem sind weitere Endgeräte wie das Samsung Galaxy Grand Max angekündigt.

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Das Samsung Galaxy A5

Aussichten für 2015

Samsung ist also, wie erwähnt, bereits unter Druck. Dieses Jahr muss der Konzern ein absolutes Top Gerät auf den Markt bringen, will er der Konkurrenz weiter die Stirn bieten und zu alten Erfolgen aufschliessen. Vor allem das angekündigte Samsung Galaxy S6 muss ein Vollerfolg werden. Betrachtet man, was bislang über das zukünftige Flaggschiff bekannt oder spekuliert wird, hat es auf jeden Fall das Zeug dazu, jedoch wurde dies auch beispielsweise über das Samsung Galaxy Alpha gesagt.

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Nicht von Erfolg gekrönt: das Samsung Galaxy Alpha

Auch die bereits erwähnte Samsung Galaxy A Reihe hat das Potential, dem Unternehmen wieder viel bessere Zahlen zu liefern. Ebenso wichtig ist auch die Reaktion der Käufer auf Android 5.0 Lollipop, welche dieses Jahr erscheinen wird. Sollte die neue Version des Betriebssystems ein grosser Erfolg werden sieht die Zukunft aller mit Android betriebenen Mobiltelefone gut aus.

Strategische Entwicklung

Viel Kritik hat Samsung auch für seinen Versuch, mit billigeren Smartphones die ärmeren Regionen der Welt für sich zu gewinnen, erhalten. In China, beispielsweise, können die koreanischen Produkte nicht mithalten, da sie teurer sind als ihre chinesischen Widersacher. Mit den Ressourcen über die Samsung verfügt, könnte man sich problemlos eine Senkung der Preise leisten und den Höhenflug von Xiaomi und Huawei bremsen. Für das Jahr 2015 muss der Smartphone Gigant also nicht nur einen echten Kracher auf den Markt bringen, sondern auch seine Strategie für Low-End Phones überdenken.

Fazit

Die Basis für eine erfolgreiche Rehabilitation im Smartphonemarkt ist also vorhanden. Erfolgsentscheidend wird sein, wie Samsung diese durchaus vielversprechenden Pläne umsetzen kann. Es wird nicht nur darauf ankommen, wie gut die Smartphones sind, sondern auch wie und wo sie vermarktet werden. Auch der Zeitpunkt zu dem sie auf den Markt kommen wird wichtig sein. Zu guter Letzt ist zu beobachten, ob die Koreaner aus ihren Fehlern lernen, sprich ob sie tatsächlich wie angekündigt weniger Geräte auf den Marktbringen und ihre strategischen Missgeschicke korrigieren können.

 

Quellen:

Artikel von CNET

Artikel von ZDNET

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