Das Projekt ARA – Ein Modulares Smartphone von Google

Das Smartphone ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Komponenten unseres Lebens geworden. Dennoch wissen die wenigsten, wie so ein Gerät eigentlich aufgebaut ist, was es alles kann und wie es funktioniert. In diesem Blogbeitrag möchte ich dir Google ARA näher bringen – ein Projekt, bei dem man sein eigenes Smartphone zusammenstellen kann. Doch wie wollen die Amerikaner dies bewältigen? Wann werden erste Prototypen vorgestellt?

Ziel von Projekt ARA

Anfänglich kann man sogenannte Endoskelette in verschiedenen Grössen erwerben, welche als Schale des Handys fungieren. Danach wählt der Benutzer selber, welche Bestandteile er für sein Smartphone haben möchte. Somit kann sich jeder ein eigenes Endgerät zusammenbauen, welches komplett seinen Wünschen entspricht.

Ein weiterer grosser Vorteil dieser Variante ist, dass kaputte Teile problemlos austauschbar sind. So möchte Google den Elektroschrott, welcher durch kaputte Handys verursacht wird, verringern.

Endoskelette

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Verschieden grosse Endoskelette mit verschiedenen Modulen

Wie bereits erwähnt sollen die Endoskelette, welche in 4, 4,7 und 5,2 Zoll erhältlich sein werden, die Schale des Mobiltelefons bilden. Je nach Grösse des Skeletts kann eine verschieden grosse Anzahl an Modulen eingebaut werden. Die Module selber bestehen wiederum aus 1, 2 oder 4 verschiedenen Komponenten, so dass die 4 Zoll Version des Google ARA mit 10 Komponenten, die 4,7 Zoll Version mit 18 und die 5,2 Zoll Version mit 27 Komponenten bestückt werden kann. Ausserdem kann auf der Vorderseite der Bildschirm beliebig ausgetauscht werden.

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Austauschbarer Bildschirm auf der Vorderseite des Google ARA

Vorteile der Austauschbarkeit

Der Grösste Vorteil dieses Konzepts ist, wie bereits erwähnt, die Austauschbarkeit aller Module. Bei herkömmlichen Smartphones bedeutete ein kaputter Bildschirm meistens entweder horrende Reparaturkosten oder bereits ihr Ende. Ausserdem kann man bisher die Prozessorleitung oder den Arbeitsspeicher seines Endgeräts nicht beeinflussen, genauso wenig die Kameraqualität. Mit Google Projekt ARA kannst du dir dein bis ins Detail selbst zusammengestellte Smartphone erstellen.

Dass die einzelnen Module austauschbar sind führt voraussichtlich auch dazu, dass die Lebensdauer eines Handys von 2 auf bis zu 5 Jahre verlängert wird. Kommt ein neues Kameramodul auf den Markt kann da alte einfach ersetzt werden. Gibt es einen leistungsstärkeren Akku muss man nicht das ganze Handy sondern nur ein Element ersetzen.

Eine der wichtigsten Fragen ist wohl wie die einzelnen Module an dem Endoskelett befestigt werden können. Dafür verwendet Google elektropermanente Magnete, welche ein- und ausgeschaltet werden können. Damit selbst für einen Akkutausch das Smartphone nicht abgeschaltet werden muss wurde im Endoskelett selber auch ein kleiner Akku eingebaut.

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Einsicht in alle Module eines 4,7 Zoll Projekt ARA

Design

Die kleinste Version des Projekt ARA hat die Masse 45 x 118 x 9,7 mm, die grösste erreicht 91 x 164 x 9,7 mm. Zu beachten gilt, dass sich bei den verschiedenen Modellen nur die Länge und Breite verändert, nicht aber die Dicke. Das Gewicht des Smartphones wird abhängig von den eingebauten Modulen.

Die einzelnen Module können in allen möglichen Farben und Materialien bezogen werden. Google plant dafür einen Onlineshop einzurichten mit Ähnlichkeiten zum Google Play Store. Allerdings wird voraussichtlich jeder, der einen 3D-Drucker besitzt, seine eigenen Module anfertigen können.

Verfügbarkeit

Man darf gespannt sich welche Fortschritte Google in den nächsten Monaten machen kann und wann die Geräte auf dem Markt erhältlich sein werden. Sollte sich Projekt ARA wirklich durchsetzen können, wäre dies wirklich ein grosser Fortschritt in Sachen Mobiltelefontechnologie. Was noch vor einem Jahr als unmöglich abgestempelt wurde könnte bald Realität werden.

 

Quellen:

Wikipediaartikel über das Projekt ARA

Beitrag auf Google+

 

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  • Die Idee ist gut

    Die Idee ist ja nicht schlecht, ich glaube aber nicht, dass sich das ganze durchsetzen wird.. Die meisten Leute sind doch zu faul, alles selber zusammenzustellen. Trotzdem guter Artikel!